starkkk! - Starte aktiv mit Kopf, Körper und Kontakt

| Neues aus dem Projekt

Das Institut für Gesundheit und Management, kurz ifg, entwickelt ein Konzept für Berufsschulen zur frühen Prävention psychischer Gesundheitsgefährdungen in der Arbeitswelt.

Warum dieses Projekt?

Es liegen zwar einige Erkenntnisse zur psychischen Gesundheit von Schülerinnen, Schülern und Lehrenden an Grund- und weiterführenden Schulen vor. Für Berufsschulen lassen sich solche Befunde dagegen kaum finden. Auch gibt es bisher nur sehr wenige Konzeptualisierungen für konkrete Maßnahmen zur Stärkung der psychischen Gesundheit in diesem Setting. Mit starkkk! (Starte aktiv durch Kopf, Körper und Kontakt) wollen wir das ändern! Durch die Möglichkeit, die Präventionsangebote eng am zukünftigen beruflichen Alltag der Auszubildenden zu orientieren, liegt in diesem Setting eine besondere Möglichkeit zur frühen Prävention psychischer Gesundheitsgefährdungen in der Arbeitswelt.

Was wollen wir mit starkkk! erreichen?

Ziel des Teilprojekts ist es, ein Präventionskonzept für Berufsschülerinnen und Berufsschüler zu entwickeln, welches an den drei Dimensionen Kopf (Wissen und Einstellungen), Körper und Kontakt (Beziehung) ansetzt. Der Fokus in der Gruppe der Auszubildenden liegt dabei auf der Förderung der psychischen Gesundheit und der Prävention psychischer Störungen und Erkrankungen. Außerdem soll die individuelle Bewältigungskompetenz im Umgang mit psychischen Belastungen im Berufsschulalltag gestärkt werden. Darüber hinaus verfolgt das Projekt das Ziel, die Lehrenden in ihrer Gesundheitsarbeit zu unterstützen und die Bildungs- und Beziehungsqualität zu steigern. Nicht zuletzt dadurch soll eine unterstützende und fürsorgliche Schulkultur etabliert werden. Aufgrund der komplexen Zuständigkeitsstruktur von Aufsicht, Ausbildungsplanung, Förderung und Prüfungsabnahme wird zudem der Aufbau von intersektoralen Netzwerken und Partnerschaften in der Berufsschullandschaft angestrebt.

Was haben wir vor?

In einem ersten Schritt werden Daten zur psychischen Gesundheitssituation sowie zu Belastungen und Ressourcen im Berufsschulalltag gesammelt. Daraus wird ein ganzheitliches Präventionskonzept für die psychische Gesundheit im Setting Berufsschule entwickelt. Aus diesem Konzept leitet sich dann ein Angebot für Berufsschulen ab, das erprobt, evaluiert und weiterentwickelt wird. Abschließend fließt die Dokumentation und die Kommunikation der Ergebnisse in die Öffentlichkeitsarbeit von psyGA ein.

Wo wir stehen:

Auf Basis intensiver Literaturrecherche und eigener langjähriger Erfahrung mit der Zielgruppe im Rahmen von Gesundheitsseminaren wurde ein Grobkonzept erstellt. Dieses Konzept wurde in der Berufsschulpraxis durch eine qualitative Erhebung mit 17 Interviewpartner/innen (Schüler/innen, Lehrende, Leitungen und Schulsozialarbeiter/innen) validiert und verfeinert. Es beinhaltet die Stärkung von jungen Erwachsenen in den fünf Kompetenzbereichen Selbstbewusstsein, Selbstorganisation, Sozialkompetenz (analog und digital), Stresskompetenz und Suchtfreiheit. Für diese Kompetenzbereiche wurden in zwei Kreativ-Workshops passgenaue Lehr-/Lernmaterialien konzipiert, die in einer Toolbox gebündelt werden sollen. Begleitend dazu finden eine permanente Öffentlichkeitsarbeit (Flyer, Webseite usw.) und ein stetiger Netzwerkaufbau mit politischen Stakeholdern und potenziellen Transferpartner/innen statt.

 Was als nächstes passiert:

In den kommenden Monaten werden die Lehr-/Lernmaterialien sowie das nötige Begleitmaterial produziert. Für das Frühjahr 2020 ist dann die Evaluation der Materialien in der Berufsschulpraxis geplant. Anschließend wird die Toolbox mit allen Produkten finalisiert. Zusätzlich dazu wird eine Dokumentation des Präventionskonzeptes mit Informationen zum Setting (Ressourcen und Belastungen), der Beschreibung der Zielgruppe, einer Erläuterung der Kompetenzbereiche u.v.m. entstehen. Abgeschlossen wird das Projekt mit der Präsentation der Ergebnisse im Rahmen einer großen öffentlichen Veranstaltung.

Erfahren Sie mehr über das Institut für Gesundheit und Management.