psyGA-DGFP-Aktionswoche „Der Faktor Mensch in der Organisation – Viele Zuständigkeiten, ein Ziel?“ vom 25. bis 29. Oktober

| Neues aus dem Projekt

„Bei allem, was möglich ist, bleibt der Mensch die natürliche Grenze für das, was machbar ist.“

So beschrieb der ehemalige Direktor für Arbeitsmarktpolitik am Institut zur Zukunft der Arbeit, Hilmar Schneider, bereits 2011 die Bedeutung des Faktors Mensch am Arbeitsplatz. Wo diese Grenze verortet ist und wie sie gestaltet wird, ist in vielen Organisationen und auch formal auf verschiedene Zuständigkeiten verteilt. Hier werden Entwicklungsziele formuliert, dort Schutzmaßnahmen verordnet. Doch ziehen wir nicht eigentlich alle am gleichen Strang? Ein Austausch über Engagement, Vorurteile und gemeinsame Ziele von Arbeitsschutz, Gesundheitsförderung, Personalmanagement und Entwicklung ist spannend und überfällig. 

Das Projekt psychische Gesundheit in der Arbeitswelt (psyGA) wird dieser Frage in Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft für Personalführung (DGFP) eine ganze Woche widmen und lädt Sie ein, vom 25. bis 29. Oktober 2021 in täglichen Live-Veranstaltungen à 2 Stunden zu folgenden Themen mitzudiskutieren: 

Montag, 25.10.2021: 14:00 – 16:00 Uhr

„Der ganz formale Wahnsinn: Zwischen dem Mensch als Mittelpunkt und dem Menschen als Mittel.“

Dass Menschen bei der Arbeit ihre Gefühle nicht am Betriebstor abgeben, ist mittlerweile beinahe unumstritten. Doch wie viel Menschliches ist für die Organisation eigentlich funktional und für die Mitarbeitenden gesund? Ein Dilemma, das Organisationen unterschiedlich lösen. Welche Vor- und Nachteile das mit sich bringt und welche Anforderungen das an die Führung stellt, diskutieren wir zum Auftakt mit:

Prof. Dr. Stefan Kühl, Organisationssoziologe an der Universität Bielefeld;
Franz Knieps, Vorstand des BKK Dachverbands und 
Marion Rövekamp, Vorständin Personal & Recht bei EWE.

Dienstag, 26.10.2021: 14:00 – 16:00 Uhr

„Wie kommen wir bei der Belegschaft an?“

Es gibt unzählige Konzepte und Initiativen Gesundheitsangebote einschließlich gesundheitsorientierter Führung und Arbeitsgestaltung in Unternehmen zu implementieren. Dennoch nimmt nur ein geringer Anteil der Beschäftigten an den Angeboten teil. Woran kann das liegen und wie kann ein erfolgreicher Weg aussehen, wenn wir das Thema Gesundheit als gemeinsames Anliegen denken? Zwei Experten zeigen aus unterschiedlichen Perspektiven ihre Wege und Irrwege auf und motivieren durch ihre Ansätze! Darüber hinaus präsentiert das Projekt psyGA ein Toolkit zur Kommunikation des Themas psychische Gesundheit.

Unsere Experten an Tag 2 der psyGA-DGFP-Aktionswoche:

Dr. Ulrich Birner, ehem. Leiter des Fachreferats für psychische Gesundheit bei Siemens und 
Johannes Burchard, Teamleiter für Health Management und Koordinator für BGM bei STRABAG.
Franziska Stiegler, Bundesministerium für Arbeit und Soziales

Mittwoch, 27.10.2021: 14:00 – 16:00 Uhr

„Und auf einmal war alles anders: Was hat geholfen, gesund und erfolgreich durch die Corona-Krise zu steuern?“ 

Große Krisen sind immer auch eine Herausforderung für die psychische Gesundheit. Welche Strategien haben dabei geholfen, Unternehmen und Mitarbeitende gesund durch die Krise zu führen? Welche Faktoren fördern das Wohlbefinden und was können wir daraus für das neue „Normal“ lernen? 

Die Ergebnisse ihrer Forschungsaktivitäten teilen:

Prof. Dr. med. Joachim Fischer, Direktor des Mannheimer Instituts für Public Health, Sozial- und Präventivmedizin der Universität Heidelberg und 
Prof. Dr. Bertolt Meyer, Psychologie-Professor der Technischen Universität Chemnitz.

Donnerstag, 28.10.2021: 14:00 – 16:00 Uhr

„Zeit wird’s! Wie können wir Arbeitszeitmodelle gesund gestalten?“

Ein zentrales Thema der aktuellen Diskussion über eine menschengerechte Arbeitswelt ist die gesundheitsförderliche Gestaltung von Arbeitszeit. Dabei stehen die physische, soziale und immer mehr auch die psychische Gesundheit im Fokus. Die Wichtigkeit nimmt bedingt durch den steigenden Bedarf an Flexibilisierung zu. Traditionelle Arbeitszeitmodelle werden weder den Bedarfen der Unternehmen zur Abdeckung sich verändernder, oftmals kurzfristig schwankender, Betriebs- und Servicezeiten, noch den heterogenen Bedürfnissen der Beschäftigten zur Gestaltung der Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben gerecht. 

Wo wir aktuell stehen und wie die Aushandlung in Betrieben gestaltet werden kann, diskutieren wir mit:

André Große-Jäger, Referatsleiter im Bundesministerium für Arbeit und Soziales und
Dr. Christine Watrinet, geschäftsführende Gesellschafterin von ars serendi. 

Freitag, 29.10.2021: 10:00 – 12:00 Uhr

„In Zukunft gesund? Welchen Einfluss haben zunehmende Automatisierung und Digitalisierung auf das Gesundheits- und Personalmanagement?“

Wie lassen sich Veränderungsprozesse im Gesundheits- und Personalmanagement gestalten in Zeiten zunehmender Automatisierung und Digitalisierung?

Erfahrungen und Einblicke geben uns:

Dr. Natalie Lotzmann, Global Vice President HR, Leitung Health & Well-Being bei SAP und 
Prof. Dr. Jutta Rump, Leiterin des Instituts für Beschäftigung und Employability.

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