Work-Life-Balance

Glück statt Karriere?

Wann sind wir eigentlich richtig glücklich? Darauf hat jeder eine eigene Antwort. Es gibt Menschen, die finden in ihrer Arbeit die hundertprozentige Erfüllung. Andere brauchen Familie und Freunde für ihr Lebensglück. Und wieder andere suchen den Sinn ihres Lebens bei kulturellen oder sportlichen Aktivitäten in ihrer Freizeit.  Jeder Mensch setzt in seinem Leben unterschiedliche Prioritäten – das hängt auch von der jeweiligen Lebensphase ab. Doch wer im Leben alles auf eine Karte setzt, riskiert, schnell unzufrieden zu werden.
 
Ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Berufs- und Privatleben ist es, was Psychologen Work-Life-Balance nennen und was Menschen glücklich und zufrieden macht – und letztendlich auch gesund und leistungsfähig im Job. Glück und Karriere müssen kein Widerspruch sein. Deswegen sind Menschen mit Personalverantwortung in den Unternehmen aufgefordert, die Lebensbalance ihrer Mitarbeitenden im Blick zu behalten und zu unterstützen. Das Resultat: ein dreifacher Gewinn – für die Arbeitnehmer, für die Unternehmen und für die Gesellschaft.

Was ist Work-Life-Balance?

Unter Work-Life-Balance versteht man die Möglichkeit, die Arbeit und das Privatleben zu vereinbaren. Dabei geht es im Kern um die Frage, wie flexibel Arbeit sich zeitlich und räumlich erledigen lässt. Auch wieviel Zeit und Kraft uns für private Aktivitäten und Verpflichtungen bleibt, spielt eine Rolle.

  • Sind die Arbeitszeiten planbar? Wieviel Zeit verbringen die Mitarbeitenden am Arbeitsplatz? Zu welchen Zeiten arbeiten sie?
  • Sind Mitarbeitende für die Arbeit an einen Standort gebunden? Oder können sie zumindest zeitweise auch von zuhause arbeiten?

Warum Unternehmen in die Work-Life-Balance investieren sollten

Die Balance zwischen Arbeits- und Privatleben ist eine wesentliche Voraussetzung dafür, dass die Einsatzbereitschaft, Loyalität und Motivation der Mitarbeitenden langfristig stimmt. Die Erfahrungen haben zudem gezeigt, dass Investitionen in Maßnahmen der Work-Life-Balance sich auszahlen. Stehen Arbeit und Freizeit im Gleichgewicht, verkürzen sich dadurch zum Beispiel die krankheitsbedingten Ausfallzeiten. Weitere Vorteile sind:

  • Wettbewerbsvorteil bei der Gewinnung von Fach- und Führungskräften
  • Stärkere Mitarbeiterbindung an das Unternehmen; geringere Fluktuation
  • Flexibilität und höheres Engagement der Mitarbeitenden
  • Bessere Nutzung des Kreativitätspotenzials der Beschäftigten
  • Imagegewinn durch innovative Mitarbeiterführung und gelebte Unternehmenskultur

Familienfreundliche Unternehmen: Mögliche Angebote zur Förderung der Work-Life-Balance

  • Flexibler Arbeitsort: nicht alles muss vom Büro aus gemacht werden
  • Beratung anbieten: über organisatorische und finanzielle Aspekte des Übergangs von Berufstätigkeit in Mutterschutz und Elternzeit.
  • Während der Elternzeit: Job-Patenschaften bieten Mitarbeitenden die Möglichkeit, den Kontakt zum Unternehmen zu halten
  • Flexible Arbeitszeit: Für die Betreuung von Kindern oder die Pflege von Angehörigen sind flexible Arbeitszeitmodelle wie Monats- und Jahresarbeitszeitkonten oder Sabbaticals eine wertvolle Unterstützung.
  • Teilzeit-Berufsausbildung: bietet eine gute Möglichkeit für Alleinerziehende, die sich für einen (Wieder-)Einstieg in das Berufsleben qualifizieren möchten
  • Unterstützung geben: bei belastenden familiären Situationen stehen geschulte Mitarbeitende, die einer Schweigepflicht unterliegen, betroffenen Kollegen beratend zur Seite