Demografischer Wandel

Die aktuelle Erwerbsbevölkerung in Deutschland ist so alt wie nie zuvor und der demografische Wandel im vollen Gange. Unternehmen und Verwaltungen müssen Produktivität, Wettbewerbs- und Leistungsfähigkeit mit immer älter werden Belegschaften erhalten. Die Erwerbstätigkeit der 55- bis 64-Jährigen hat sich nach den Berechnungen des Statistischen Bundesamts (2019) im Zeitraum 1995 bis 2018 stark erhöht: von 48 auf 76 % bei den Männern und von 27 auf 67 % bei den Frauen. Dieser Umbruch wurde in der arbeitspolitischen Debatte bereits umfassend diskutiert und analysiert, wird in den kommenden Jahren jedoch konkret stattfinden und damit spürbar für Betriebe und Beschäftigte.

Der psyGA-Fokus „Demografischer Wandel“ will dazu beitragen, die gesamtgesellschaftliche Relevanz sowie die betrieblichen Herausforderungen durch eine alters- und alternsgerechte Personalpolitik und Arbeitsgestaltung stärker ins Blickfeld zu rücken. Wie gehen die Betriebe damit um, dass vielerorts große Teile der Beschäftigten in relativ kurzer Zeit aus dem Unternehmen ausscheiden? Welche Maßnahmen der Arbeitsgestaltung und Arbeitsorganisation und welche Unterstützung benötigen sie? Und welche Chancen liegen im gemeinsamen Agieren von Arbeitgebern, Beschäftigten und ihren Interessenvertretungen?